Achtung - Kostenfalle bei Geldtransaktionen im Ausland

12. Juli 2018
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Weltweit kann mit Kredit- und Maestro-Debitkarte Bargeld behoben und bargeldlos bezahlt werden. Außerhalb der EUR-Zone kommt der Währungs-Umrechnungskurs ins Spiel. Das ist so nichts Neues. Dennoch sollten Sie bei Transaktionen z.B. in der Schweiz, Großbritannien oder der Türkei aufmerksam sein, um zu Hause keine unangenehmen Überraschungen bei Durchsicht Ihrer Kontoauszüge zu erleben. Grund dafür ist die "Dynamische Währungsumrechnung" DCC (Englisch: "Dynamic Currency Conversion).

Bei Transaktionen im Ausland mit Ihrer Kredit- und Maestro-Debitkarte können Sie an Bankomaten und Bankomatkassen häufig zwischen zwei Abrechnungsvarianten wählen: In Euro oder in Landeswährung. Die Idee ist grundsätzlich nicht schlecht. Wenn Sie in einem Land außerhalb der Euro-Zone in Landeswährung bezahlen/beheben, wissen Sie erst nicht, wie hoch der Betrag - in Euro umgerechnet - sein wird. Wählen Sie hingegen die Abrechnung direkt in Euro, wissen Sie sofort, mit welchem Euro-Betrag Sie belastet werden und behalten Ihre Ausgaben einfacher im Blick.

Das Service kann jedoch teuer kommen
 

Abhängig davon, wer die Abrechnung übernimmt - Ihre Hausbank, Ihre Kreditkartengesellschaft oder Drittanbieter - können unterschiedliche Gebühren anfallen und unterschiedliche Währungs-Umrechnungskurse herangezogen werden.

Bezahlen in Landeswährung

Entscheiden Sie sich am Terminal bzw. Bankomaten für eine Abrechnung in Landeswährung, erfolgt die Umrechnung abhängig von der gewählten Karte durch Ihre Bank bzw. durch Ihre Kreditkartengesellschaft. In den allermeisten Fällen ist das für Sie deutlich günstiger und die Kursbildung und Gebühren sind klar und transparent geregelt. Nur wie hoch der Betrag in Euro ist, sehen Sie nicht. 

Plus   Kursbildung ist nachvollziehbar

Plus   Gebühren sind angemessen

Plus   Transparenz durch Informationsaushänge ist gegeben

Minus   Kein Euro-Betrag bei der Bezahlung bekannt


Bezahlung in EUR

Entscheiden Sie sich hingegen dafür, in Euro zu zahlen, ist der Betrag in der Regel deutlich überteuert, denn den Anbietern steht es frei den Kurs und eventuelle Gebühren für die Abwicklung in Euro festzusetzen. Dafür sehen Sie den Betrag in Euro.

Minus  Kursbildung ist oft willkürlich

Minus  Gebühren sind meist überteuert

Minus  Das Zustandekommen des Buchungsbetrags ist nicht nachvollziehbar

Plus   Betrag in Euro bei der Bezahlung bekannt


Unser Tipp

Lesen Sie an Geldausgabeautomaten oder Bankomatkassen die Informationen während des Behebungs- oder Bezahlvorgangs immer genau und vollständig durch. Sie haben immer die Wahl, den Betrag in Landeswährung zu bezahlen. Lassen Sie sich auch nicht von Händlern zu einer Transaktion drängen, die Sie so vielleicht nicht möchten!

Wir empfehlen: Zahlen Sie immer in Landeswährung.

 

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