HETA-Rucksack abgelegt, fit für neue Märkte und Wachstum

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Die Austrian Anadi Bank hat 2016 wichtige Schritte für ihre weitere Entwicklung gesetzt. Im ersten Halbjahr galt es aufgrund der Ablehnung des ersten HETA-Angebots noch „mit angezogener Bremse“ zu fahren. Nach der Annahme des zweiten Angebots ist die Bank dank vorausschauenden Managements und einer strategischen Neuausrichtung gut für ihr künftiges Wachstum aufgestellt. Anadi Bank CEO Christoph Raninger: „Wir gehen gestärkt aus großen Herausforderungen hervor. Jetzt wollen wir zum Sprung in die Zukunft ansetzen.“ Im Retail Banking positioniert sich die Austrian Anadi Bank als digitale Multikanal-Bank mit kundenfreundlichen mobilen Angeboten und ausgewählten Filialstandorten in Kärnten, Graz, Salzburg und Wien. Im Corporate Banking liegt der Fokus auf der Positionierung als Hausbank für KMU in den Bereichen Handel, Produktion und Immobilien sowie als Experte für Exportgeschäfte mit Schwerpunkt auf den Wachstumsmarkt Indien.

HETA: Fahren mit Bremsklotz
Die Anadi Bank hat sowohl das erste als auch das zweite Angebot des KAF zum Kauf der HETA-Schuldtitel angenommen. Da das erste Angebot keine Mehrheiten gefunden hat, war man gezwungen, im Tagesgeschäft bis auf weiteres sehr konservativ zu agieren. Dies wirkte sich auch im Ergebnis des ersten Halbjahres aus. Raninger: „Wir hätten auch den Worst Case überstanden, weil wir zu jedem Zeitpunkt auf alle denkbaren Szenarien vorbereitet waren und entsprechend Vorsorge getragen haben. Mit der endgültigen Annahme des zweiten Angebots war und ist aber klar, dass wir den HETA-Rucksack ablegen und uns nun auf neues Wachstum konzentrieren können. Wir verfügen über eine starke und sehr gesunde Kapitalbasis und können nun erstmals wieder unbelastet in ein Geschäftsjahr gehen.“

Strategische Neuausrichtung
Parallel zum Management der HETA-Auswirkungen und vor dem Hintergrund der bekannt ungünstigen Rahmenbedingungen im Bankensektor hat die Anadi Bank 2016 ihre strategische Neuausrichtung fortgesetzt. Organisationsstrukturen und Prozesse wurden kontinuierlich verbessert, Portfolios neugestaltet, Produkte und Services kundenorientiert optimiert. Der Personalstand wurde an die tatsächliche Größe und Struktur der Bank angepasst. Alle entsprechenden Schritte, einschließlich Sozialplan und Mitarbeiterstiftung, wurden mit großer Sorgfalt und Verantwortung und in Abstimmung mit dem Betriebsrat umgesetzt.
Anfang 2017 wird die Anadi Bank auch eine Image-Kampagne starten, um die neue Positionierung in der Außenwahrnehmung sicht- und hörbar zu verankern und die Markenbekanntheit zu steigern.

Retail Banking: Breiteres digitales Angebot, Mobilität,
Christoph Raninger: „Die Veränderungen im Bankgeschäft reflektieren einen wahren Kulturwandel. Die junge Generation an sogenannten „Millennials“ geht heute lieber zum Zahnarzt als in eine Bankfiliale und jeder Dritte war noch nie in einer Filiale und glaubt auch, dass es in 5 Jahren keine klassischen Banken mehr geben wird. Mobilität wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor.“ Mobilität steht im Retail Banking im Mittelpunkt der Weiterentwicklung.  So bietet die Austrian Anadi Bank als mobile Multikanal-Bank Kunden einfach zu nützende, digitale Services, ein mobiles Beratungsteam und Filialen in ausgewählten Ballungsräumen. Für das erste Quartal 2017 ist die Live-Schaltung einer neuen Kunden-Website geplant, mobile Services – wie die erfolgreiche Anadi-Banking-App – sollen durch weitere digitale Angebote ergänzt werden. Dabei nützt die Anadi Bank zunehmend auch Partnerschaften mit internationalen Finanzplattformen, um innovative Lösungen wie die Video-Legitimation via Web-ID anzubieten. „Die rasante Entwicklung von Fintechs zeigt, wohin die digitale Reise geht. Wir sehen darin keine Bedrohung oder Konkurrenz, sondern eine echte Chance. Unsere Strategie ist daher, mit ausgewählten Fintechs Partnerschaften einzugehen und so rasch im Sinne unserer Kunden von den digitalen Möglichkeiten zu profitieren,“ so Raninger. Ein weiteres Rückgrat des mobilen Ansatzes ist das im August gestartete Customer Care Center. Rund 13.000 Anrufe pro Monat, von denen bereits rund 80% beim Erstkontakt positiv erledigt werden, tragen merkbar zu einer einfacheren und serviceorientierten Kundenbetreuung bei. Christoph Raninger: „Auch Telefon heißt online und bedeutet Mobilität für unsere Kunden. Wir können telefonische Anfragen in durchschnittlich einer Minute lösen, das bietet Kunden einen erheblichen Zeit- und Komfortgewinn im Vergleich zu Filialbesuchen.“ 2016 wurde aber auch das Filialnetz in Kärnten modernisiert, durch Zusammenlegungen konnten die Beratungszeiten ausgeweitet werden. Künftig ist geplant, aus Kärnten nach Österreich zu expandieren, neue Filialstandorte sind aber noch nicht festgelegt.

Corporate Banking: neues Portfolio, Fokus KMU, Exportmarkt Indien
Im Corporate Banking hat die Anadi Bank ihr Portfolio neu geordnet und positioniert sich als Hausbank für KMU in den Bereichen Handel, Industrie und Immobilien. Als weiteres Standbein wird das Exportgeschäft entwickelt, wobei der Fokus auf der Servicierung von Finanz- und Warenströmen zwischen Zentraleuropa und Indien liegt. Darin sieht sich die Bank bestens positioniert: über die Eigentümerfamilie Kanoria bietet die Anadi Bank österreichischen Unternehmen einen einzigartigen Zugang zum Wachstumsmarkt Indien. Die börsennotierte SREI-Gruppe der Familie Kanoria ist in 19 der 29 Bundesstaaten vertreten, die SREI Infrastructure Finance ist Indiens Marktführer in der Finanzierung von Infrastrukturausrüstung und Baumaschinen. Durch die enge Kooperation mit ihren Schwesterunternehmungen und ihrem lokalen Bankpartner kann die Bank ihren Kunden nicht nur ein starker Finanzpartner sein, sondern sie auch aktiv im Markt einführen und begleiten. Christoph Raninger: „Indien investiert in unglaublichem Ausmaß, österreichische Unternehmen haben die nötigen technologischen Lösungen. Wir haben die Möglichkeiten, wie kein anderer Angebot und Nachfrage zusammenzuführen. Das große Interesse von Unternehmen bis zu Kooperationspartnern wie OeKB oder KfW bestätigt unsere Strategie. Indien wird damit schrittweise zu unserem erweiterten Heimmarkt und damit zu einem echten USP mit enormem Potenzial für unsere Kunden.“

Public Finance: Land und Gemeinden sind gute Partner, Fokus auf Infrastruktur
Kärnten bleibt für die Austrian Anadi Bank auch in Zukunft ein wichtiger Markt, sowohl das Land als auch die Gemeinden sind wertvolle Geschäftspartner. Raninger: "Wir sind mit dem Land Kärnten über viele Jahre durch dick und dünn gegangen. Aus Sicht der Bank schätze ich die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit, auf die wir uns auch in den kommenden Jahren freuen." Die Anadi Bank hat insbesondere im Bereich Infrastruktur-Finanzierung viel Erfahrung eine starke Position und kann auf Erfolgsprojekte wie den Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel verweisen. Im Bereich Infrastrukturprojekten will man sich deshalb künftig auch in anderen Bundesländern engagieren.

Ausblick: Sehr gute Ausgangslage, Konzentration auf Stärken
Insgesamt ist die Austrian Anadi Bank für künftiges Wachstum gut aufgestellt, so Christoph Raninger: „Wir konnten zeitgleich die Turbulenzen der Causa HETA bewältigen und unsere Bank auf neue Schienen setzen, alles unter den bekannt schwierigen Rahmenbedingungen des Bankensektors. Wir sind auch im Branchenvergleich erstklassig kapitalisiert und sehen uns strategisch gut positioniert. Als moderne Hybridbank nach dem Motto „weniger ist mehr“, also weniger als klassische Netzwerkbanken und mehr als Direktbanken sehen wir uns auf die kommenden Entwicklungen im Bankgeschäft gut vorbereitet. Zusätzlich haben wir einen starken, an einem langfristigen Engagement interessierten Eigentümer und mit ihm einen wertvollen Indien-USP. Als kleinere Bank können wir einfacher, beweglicher und schneller als andere agieren, was in einem disruptiven und beschleunigten Marktumfeld nur von Vorteil ist.“

Über die Austrian Anadi Bank AG
Die Austrian Anadi Bank AG ist eine österreichische, mobile Multikanal-Bank mit den Geschäftssegmenten Retail Banking, Corporate Banking und Public Finance. Sie bietet Kunden einfach zu nützende digitale Services, ein mobiles Beratungsteam und Filialen in ausgewählten Ballungsräumen. Als Hausbank für mittelständische Unternehmen in Handel, Industrie und Immobilien sowie als Produktspezialist für Unternehmen im Import- und Exportbereich ermöglicht sie Unternehmen gemeinsam mit ihrem britisch-indischen Eigentümer einen einzigartigen Zugang zum Wachstumsmarkt Indien. An 10 Standorten in Kärnten, Salzburg, Steiermark und Wien arbeiten 384 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für mehr als 50.000 Kunden. Zum 30.6.2016 betrug die Bilanzsumme EUR 3,0 Mrd., das EGT EUR 9,3 Mio. und das Betriebsergebnis EUR 11 Mio. Mit einer Kernkapitalquote (CET 1) von 15,7 % ist die Austrian Anadi Bank AG eine der am stärksten kapitalisierten Banken Österreichs. Bank und Eigentümer legen Wert auf langfristiges und stabiles Wachstum.

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Bernhard Hudik
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